Okzitanien - "Katharer - Steinzeit - Tempelritter" 2026

17.09.2026

"Die Anreise"

…war schon etwas stressig. Flugverspätung, Mietwagen nicht der richtige. Man könnte vermuten alles steht unter keinem guten Stern. AberWir sind in Frankreich und da ticken die Uhren anders. Wir müssen uns den Gepflogenheiten anpassen und uns bewusst sein, das man Urlaub hat, und sich nicht stressen soll..Am Ende sind wir rechtzeitig in unserer wirklich schönen Unterkunft angekommen. Mit Blick auf die tolle Skyline von Carcassone. Die alte Templerfestung thront malerisch auf einem Hügel, genau vor unsere Nase. Gei. Wir werden sie die nächsten Tage besuchen . Heute sind wir erstmals platt In diesem Sinne. Bis morgen 


"Bilder aus alten Zeiten" 

Wir waren in der Höhle von Niaux. Die Höhle oder Grotte ist eine von vielen Höhlen in Frankreich, in der es prähistorische Malereien gibt. Allerdings ist sie eine der wenigen die man wirklich im Original besichtigen kann. Ich muss sagen sehr spektakulär. Bei den Bilder handelt es sich überwiegend um Tierzeichnungen, wie Bison, Pferde und Steinböcke. Sie sind ca. 14000 Jahre alt und gehören damit zu den eher jüngeren Malereien. Wir werden noch eine weitere Höhle besuchen mit Zeichnungen die 40000 Jahre alt sind und zu den bekanntesten gehören. Wir beginnen unseren Streifzug durch die Geschichte also schon in der frühsten Phase der Menschheit. Die Höhle befindet sich schon in den Ausläufern der Pyrenäen im Departement Ariege. Eine sehr beeindruckende Landschaft. Wir werden noch viel mehr davon sehen, wenn wir nach Andorra fahren. Bekannt sind die Pyrenäen natürlich auch für ihre Vielzahl an Burgen. Die bekannteste und berühmteste ist Monsegur. Die einstige Katharerfestung, thront schon weithin sichtbar auf einem Felssporn. Sie war die letzte Bastion der Katharer. Sie wurden im mittelalter verfolgt und zogen sich nach Monsegur zurück. Die Belagerung dauerte fast ein halbes Jahr und endete mit dem Selbstmord von fast 900 Katharern. Heute gilt dieser Kampf als Freiheitssymbol für ganz Frankreich. Ich bin hier völlig in meinem Element. Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken, wir haben noch einen kleinen abendlichen Spaziergang durch Carcassone gemacht. Morgen werden wir den ganzen Tag der alten Templer Stadt widmen. In diesem Sinne. Euch allen einen schönen Abend. 


"Un jour à Carcassonne"

Es gibt wohl keine mittelalterliche Stadt die besser erhalten ist als Carcassone. Ich bin schwer begeistert. Wir haben es heute wirklich gemütlich angehen lassen, und sind einfach nur durch die mittelalterliche Stadt geschlendert um Fotos zu machen. Motive ergeben sich wirklich an jeder Ecke. Wie gestern schon erwähnt gab es einen Kreuzzug im 13 Jh. Gegen die Katharer. Carcassone spielte eine wichtige Rolle in diesem Konflikt. Nach den Katharern kamen die Templer und bauten die Stadt zu Festung aus. Auch ihr Schicksal nahm bekanntlich einen dramatischen Verlauf. Nichts desto trotz prägten sie die gesamte Region Okzitanien mit ihren Burgen, Dörfern und Komtureien. Wir werden noch viele besuchen. Morgen verlassen wir Frankreich kurz, und machen einen Abstecher Na Andorra. 


"Andorra-Ein Kleinstaat in den Pyrenäen"

Wir haben unser mittelalterlichen Stadt Carcassone, den Rücken zu gekehrt, und machten uns auf dem Kurvigen Weg durch die Pyrenäen, auf nach Andorra. Es ist einer der sechs Kleinstaaten Europas. Das einstige Fürstentum wird heute tatsächlich von zwei Staaten regiert. Von Frankreich und Spanien.Diese Tatsache macht sie zu einem Steuerparadies. Was uns natürlich auch dazu bewegte hier noch mal in vollen Zügen einzukaufen. Alkohol, Zigaretten, Parfüm ect. Kosten hier die Hälfte weniger. Auch die Benzinpreise lassen einen ans Auswandern denken. Bei 1,70 den Liter kann man schon ins grübeln kommen. Die Hauptstadt Andorra la Vella liegt auf ca. 1200 Meter Höhe, und ist damit die höchstgelegene Hauptstadt Europas. Freunde des Wintersports kommen hier voll auf ihre Kosten. Der ganze Ort besteht eigentlich nur aus einer einzigen Einkaufspassage. Mehr als 1000 Geschäfte reihen sich aneinander. Schön ist was anderes, muss man aber mal gesehen haben, allein zum Tanken lohnt es sich. Wir werden morgen noch ein bisschen schauen was es in der Umgebung noch gibt, die Landschaft ist auf jeden Fall sehr beeindruckend. Bis morgen.


"Unterwegs im Land der Katharer"

Wir haben Andorra verlassen, und sind jetzt wieder in Frankreich. Sogar in Küstennahen Region. Zuvor mussten wir allerdings nochmal die Pyrenäen in ihrem gesamten Ausmaß durchqueren. Was für 200 Kilometer wirklich den ganzen Tag bedeutet. Es ist eine unglaubliche hoch und runter Fahrerei. Man kommt natürlich durch wirklich bezaubernde Orte und Landschaften aber es kostet auch sehr viel Zeit und Nerven. Unser einziges Ziel heute war eigentlich, Rennes le Chateau. Ein kleiner Ort mit Großem Mythos. Ein kleiner Dorf Priester baute sich hier eine prächtige Burg. Wie konnte das sein. Es wurde vermutet er hätte den legendären Templerschatz gefunden oder sogar den heiligen Gral selbst. Diese und viele andere Mythen ranken sich um diesen Ort. Dan Brown greift den Mythos im Film Sakrileg auf. Ich habe persönlich mehr davon erwartet, es ist eben ein Mythos. Was Realität ist, sind die unzähligen Ruinen der Katharer Burgen. Sie beherrschen hier die Landschaft. Wir können sie nicht alle besuchen. Sie liegen meist auf unzugänglichen Bergen zu denen man wandern müsste. Ein paar liegen am Wegesrand. Die Namen der Orte sind mir jetzt hier zu kompliziert . Es ist beeindruckend. Wir schließen aber nun mit den Katharern ab und widmen uns den römischen Hinterlassenschaften. Wir sind nun in Küstennahen Gebiet. Und einem Sprung ins kalte Nass sollte nichts entgehen stehen. Es wird noch sehr spektakulär werden. Au Revoir 


"Von den Bergen zum Meer"

Ich habe ein Problem mit Burgen, ich kann einfach nicht an ihnen vorbeifahren und muss anhalten. Ein Problem was Ich versuche unter Kontrolle zu bekommen. Daher galt unser erster Besuch einer mächtigen Festung aus dem 15 Jahrhundert. Sie zeugt von der stetigen Rivalität zwischen Spanien und Frankreich. Nächster stop war Perpignan, eine sehr schöne kleine Stadt mit vielen kleinen Gassen und alten Häusern. Allerdings war es uns bei fast 38 grad fast nicht möglich auch nur einen klaren Gedanken an Geschichte und Kultur zu haben. Also musste eine Abkühlende Lösung gefunden werden. Wir sind ja nun am Meer und da liegt es nahe, auch der Freude des Badens nachzugehen. Die Saison scheint aber vorbei zu sein, da alle Orte fast menschenleer sind. Obwohl das Wetter wie gesagt bombastisch ist. Morgen werden wir schon wieder weiterfahren. Es geht in Richtung Narbonne und Bezier. Mehr gibt es heute nicht zu berichten. Es war ein schöner Strandtag. Au Revoir 


"Canal du midi"

Wir haben der wunderschönen Stadt Bezier einen Besuch abgestattet. Malerisch liegt sie am Canal du Midi. Über der mittelalterlichen Brücke thront eine mächtige Kathedrale. Eigentlich ist die Stadt aber eher von der Renaissance geprägt. Es gibt viele kleine Gassen mit Cafés. Der Canal du Midi ist eine künstlich angelegte Wasserstraße die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet. Er wurde schon im 17 Jahrhundert angelegt und ist 240 km lang. Eine wahre Meisterleistung und zurecht ein Weltkulturerbe. Unzählige Schiffe werden jeden Tag hier durchgeführt.Auch heute haben wir den Rest des Tages noch mal am Strand verbracht. Es ist einfach zu heiß um etwas anstrengendes zu unternehmen, da kommt das kühle Nass einem eher entgegen. Wir haben natürlich trotzdem wieder viele Fotos gemacht. Und die Auswahl wird später nicht leicht fallen. Morgen sind wir dann in Nîmes und werden auf unsere Freunde die Römer treffen. Es gibt also wieder mehr kulturelle Sachen zu bewundern.  


"Eine Festung lag am Wegesrand"

Kein Tag ohne eine mittelalterliche Stadt. Normalerweise wollten wir heute nach Montpellier, haben uns dann aber doch entschieden nach Arles zu fahren weil es für uns die coolere Stadt ist. Es kam aber trotzdem anders. Irgendwie ziehen mich Burgen und befestigte mittelalterliche Städte magisch an. Manchmal sind die Orte die man gar nicht auf dem Zettel hatte, die spektakulären. Bei der Stadt Aigues Mortes, war es jedenfalls so. Eine komplette erhaltene Stadtmauer umringt das kleine Örtchen. Kein Schnickschnack, nur eine mächtige Mauer mit vier Toren auf jeder Seite. Ich bin begeistert. Sie gilt als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte, warum weiß ich sowas nicht ? Egal. Wir sind immer noch in Okzitanien aber schon an der Grenze zur Provence. Mittlerweile hat sich die Landschaft verändert. Hier gibt es schon Austernbänke und Salz-Salinen. Das berühmte Fleur de sel, wird hier aus dem Meer gewonnen und schimmert in der abendlichen Sonne rot. Genau wie die Flamingos die hier sehr zahlreich vorkommen. Wir sind jetzt in unserem Hotel in Nîmes angekommen, und werden hier 4 Nächte verbringen. Morgen werden wir den ganzen Tag in Nîmes verbringen und den römischen Hinterlassenschaften Tribut zollen.Bis morgen. Au Revoir


"Die Römer waren schon vor uns da"

In fast jedem südlichen Land in Europa trifft man auf römische Hinterlassenschaften. Ich bin jedes Mal aufs neue begeistert was dieses Volk erschaffen hat und was heute noch existiert. Hier in Nîmes wird das mal wieder auf eindrucksvolle Weise demonstriert. Das riesige Amphitheater dominiert das Zentrum der Stadt. Es zählt zu den wohl besterhaltenen überhaupt. Es ist natürlich nicht das Kolosseum in Rom, aber es wird heute noch als Arena für Stierkämpfe und Konzerte genutzt. Es fasst unglaubliche 24000 Menschen Welche Gebäude können schon von sich behaupten 2000 Jahre lang genutzt zu werden. Ich bin sehr sehr beeindruckt. Ein weiteres Highlight ist der wirklich auch sehr gut erhaltene Tempel. Er ist den Söhnen des Augustus geweiht. Ich würde ein Vermögen geben um einen Blick in die Vergangenheit werfen zu können. Es muss fantastisch ausgesehen haben. Einen wirklich schönen Blick über die Stadt, bekommt man vom alten römischen Wachturm. Er war Teil der alten Stadtmauer. Bei 40 grad ist das allerdings ein schweißtreibendes Unterfangen. Was tut man nicht alles. Am Ende belohnt man sich mit einem erfrischenden Pastis. Das leckere Anis Getränk gehört genauso zu Südfrankreich wie alles andere. Ich muss sagen, überall wo es den Römern gefallen hat, da gefällt es auch mir. Es steckt wohl doch ein wenig Dolce Vita in einem Barbaren wie mir. Morgen sind wir in Avignon. Ich hoffe jeder kennt das berühmte Lied  


"Brücken und Paläste"

Wir haben gestern mit den Römern aufgehört und fangen heute auch wieder mit ihnen an. Der mächtige Pont du Gard zeugt mal wieder von der genialen Baukunst der Römer. Er ist von der Höhe gesehen der größte antike Aquädukt der Welt. Da man über ihn gehen kann ist er sowohl Aquädukt wie auch Viadukt. Wir haben dieses Jahr nun schon zwei dieser imposanten Bauwerke gesehen. Im April waren wir in Segovia, wo die Brücke direkt durch die Stadt verläuft. Was sind die Römer nur für ein geniales Volk gewesen. Unser eigentliches Tagesziel war aber die Stadt Avignon. Ich glaube jeder hat schon von dem berühmten Lied gehört. "Sur le pont d'Avignon". Ich muss ganz ehrlich sagen die Brücke haut mich jetzt nicht von den Socken. Da hab ich schon weitaus schönere gesehen. Davon mal abgesehen, das laut Definition eine Brücke auch etwas überbrücken muss. Was in diesem Fall ja gar nicht passiert, weil es ja nur eine halbe Brücke ist. Für mich ist es also ein großer Steg. Das wahre Highlight von Avignon ist der gotische Papst-Palast und die gewaltige Stadtmauer, die die Stadt umfasst. Im 14 Jahrhundert gab es eine Zeit die man als "Abendländische Schisma" bezeichnet. Was bedeutet, es gab zwei Päpste zur gleichen Zeit. Es würde jetzt zu lange dauern, das ausschweifend zu erklären. Fakt ist das dieser Zustand den größten gotischen Palast für. Einen kirchlichen Herrscher hervorgebracht hat. Eine gewaltige Anlage. Umringt wird das ganze von einer mächtigen Festungsmauer. Ich bin schon wieder schwer beeindruckt. Wir sind mal wieder völlig erschöpft , es ist alles wunderschön hier aber die Hitze macht uns echt zu schaffen. Morgen haben wir noch mal die schöne Stadt Arles auf unser Liste und dann wird es noch mal spannend werden.


"Unterwegs in der Provence "

Wir waren heute in der kleinen Künstlerstadt Arles unterwegs. Ein Ort mit vielen kleinen Gassen und Cafés. Auch hier haben die Römer ihre Spuren hinterlassen. Die große Arena im Zentrum der Stadt wird auch heute noch für Stierkämpfe und andere Events genutzt. Es gibt so gar noch ein zweites Amphitheater, was aber nicht mehr so gut erhalten ist. Man kann sich hier auf die Spuren von Vincent van Gogh machen. Der berühmte Maler verbrachte hier einen großen Teil seines Lebens. Auch hier schnitt er sich das Ohr ab. Viele seiner Werke zeigen verschiedene Plätze der Stadt. "Sternennacht über der Rhone" zum Beispiel. Der zweite Teil wurde dann mal wieder mittelalterlich. Das kleine Dorf Chateau Baux de Provence, liegt wirklich toll gelegen auf einem Felssporn. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Von der einstigen Burg ist aber nur noch eine Ruine vorhanden. Ich muss sagen ich bin ein wenig Lauffaul geworden. Zu jeder Burg hoch laufen bin ich nicht mehr gewohnt. Morgen wird es dann auch noch mal künstlerisch, aber in einem ganz anderen Rahmen. Alles was wir bisher besucht haben war ja schon sehr alt. Aber morgen wird es dann so wirklich richtig alt.  


"Steinzeitliche Höhlenmalerei"

Wir sind jetzt an der Adeche angekommen. Eine Region die geprägt ist von zerklüfteten Felsen, Höhlen und Grotten. Eine von ihnen ist die "Chauvet Höhle". Sie wurde erst 1994 entdeckt. In ihr befinden sich die ältesten Malereien des modernen Menschen, also dem Homo Sapiens, deren Gattung wir heute auch angehören. Die ältesten Zeichnungen sind bereits 36000 Jahre alt. Es ist wirklich unvorstellbar schön sowas zu sehen. Die Zeichnungen sind teilweise so realistisch dargestellt, das man denkt ein moderner Künstler wäre hier am Werk. Ich könnte nicht so malen. Der Begriff Höhlenmensch, lässt ja heutzutage auf eher simples Verständnis für Kunst annehmen. Die Malerei in dieser Höhle belehrt uns besseres. Im Schimmer der Fackeln scheinen die Tiere sich zu bewegen. Auch die unebenen Felswände geben den Motiven eine gewisse Dreidimensionalität. Ich bin begeistert von den alten Meistern. Die Szenen zeigen längst ausgestorbene Tiere, wie Höhlenbären, Höhlenlöwen, Mammuts und Wollnashörner. Lange vor der letzten Eiszeit kamen sie hier noch vor. Die Höhle wurde immer mal wieder unterschiedlich bewohnt, mal von Bären oder Menschen aber nie gleichzeitig. Vor 20000 Jahren wurde der Eingang verschüttet, dieser Umstand trägt zum guten Erhaltungszustand bei. Die originale kann man nicht besichtigen, da die Malereien wirklich sehr anfällig sind auf Temperaturunterschiede, auch der geringe Sauerstoffgehalt würde schnell zur Ohnmacht führen. Wir haben daher natürlich nur eine originalgetreue Kopie besucht. Aber auch das ist schon eine wahre Meisterleistung. Selbst Akustik und Raumklima sind dem Original angepasst. Sehr spektakulär. Es gibt aber noch viele weitere Höhlen dieser Art in der Region. Die meisten kann man nicht im Original sehen. Lascaux, Cosquer, Chauvet und Altamira zählen zu den Bekanntesten. Roufgignac und Niaux kann man das Original besuchen. Auch die tolle Landschaft beeindruckt natürlich. Durch die Jahrtausende hat die Adeche einen natürlichen Felsbogen erschaffen. Den Pont du Arc. Wir sagen erstmal Au Revoir viel Spaß beim lesen. 


"Ordo Templariorum"

Hier bin ich richtig aufgehoben. Wir haben uns auf den Weg gemacht, den Tempelrittern unsere Ehre zu erweisen. Das ist sozusagen ein Pflichtbesuch für mich. Wir sind auf dem Hochplateaus von Larzac. Hier befinden sich gleich drei befestigte Dörfer und Komtureien der Templer und Johanniter Ritter. Es handelt sich hier wirklich nicht um Burgen, sondern kleine Gemeinden die wehrhaft befestigt wurden. Ein wahres Paradies aus engen Gassen, Türmen und dicken Mauern. Es gibt wirklich keine bessere Kulisse für einen mittelalterlichen Film. Die Tatsache das es heute den ganzen Tag leicht geregnet hat, und kaum bis gar keine Menschen hier sind, lässt sie in einem mysteriösen Zustand erscheinen. Wie es den Templern eben auch entspricht. In einem dieser Orte haben wir uns häuslich niederlassen. Ein Ort mit dem schönen Namen "Sainte-Eulalie-de-Cernon" , die beiden anderen heißen "La Couvertoirade" und "La Cavalerie". Letztes werden wir morgen noch besuchen. Ich bin begeistert. Auch ein anderes modernes Bauwerk soll nicht ungenannt bleiben. Das riesige Viadukt " Pont de Milau". Eine wahre Meisterleistung moderner Brückenarchitektur. Das Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt, bei einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 m die zweitgrößte Brücke der Welt, das höchste Bauwerk Frankreichs und die höchste Brücke in Europa. Kostet auch stolze 11 Euro wenn man drüber fährt. Morgen wird es kulinarisch. Au Revoir


"Vom Höhlenmenschen zum Höhlenkäse"

Aufwachen in einem verschlafenen Templerdorf, was gibt es schöneres. Wir haben heute noch mal das dritte und größte Dorf der Templer uns angeschaut. Es ist viel größer als die anderen. Wie der Name "la Cavalerie" schon verrät, handelt es sich hierbei um ein reines militärisches Dorf, während die anderen eher als Versorgungsdörfer fungieren. Unweit des Dorfes rund 2km entfernt liegt ein anderes Militärlager, nämlich eins der "Légion étrangère" der Fremdenlegion. Sie ist neben der regulären Armee Frankreichs eine Elite Truppe für besondere Zwecke und hat schon in der Vergangenheit an so einigen Orten, Frankreichs Interessen vertreten. Jeder Rekrut muss in seiner Grundausbildung, einmal durch dieses Dorf marschieren. Sie sollen sich die Werte der Tempelritter verinnerlichen. Die ja auch als militärische Elite kämpfte. Ich bin begeistert. Der nächste Stop ist der kleine Ort "Roquefort". Freunde von Käse kennen ihn bestimmt. Den berühmten Blauschimmelkäse gibt es nur hier. Der Pilz wächst durch bestimmte klimatische Bedingungen nur in dieser einen kleinen Höhle. Er verleiht dem Käse einen sehr würzigen Geschmack und ist natürlich zum essen geeignet. Ich mag ihn sehr gerne mal. Wir haben die Höhle besucht. Leider nur im T-Shirt' es ist schweinekalt da drin. Probieren konnte man anschließend natürlich auch. Mittag essen brauchten wir dann nicht mehr. Nun sind wir schon in der Nähe von "Albi", wir werden dort morgen noch mal einen kleinen Ausflug hin machen. Und dann sind 2 Wochen auch schon wieder um und wir fliegen am Abend zurück. Ich werde morgen noch einen Abschließenden Post machen. Au Revoir


"Ein letzter Blick auf Albi"

Wir haben der schönen Stadt Albi heute noch mal einen kleinen Besuch abgestattet. Es gibt wieder eine riesige gotische Kathedrale, ganz aus Backstein erbaut. Eher ungewöhnlich für Frankreich. 2 Wochen sind nun auch schon vorbei. Es hat mal wieder Spaß gemacht, eine wunderschöne Kulturlandschaft in Europa zu erkunden. Diesmal war wirklich alles dabei. Berge, Meer, Antike, Mittelalter und sogar die Steinzeit. Wir sind voll auf unsere Kosten gekommen. Wir müssen die Eindrücke jetzt auch erst einmal verarbeiten. Allerdings schauen wir natürlich auch schon gespannt auf das nächste Abenteuer.  


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