Madrid - "Das Herz von Kastilien" 2026

24.03.2026

"Ein Tag in Madrid"

Ola, bei wirklich sehr sehr schönem Wetter sind wir nun in der Hauptstadt Spaniens angelangt und haben uns auch sogleich auf Erkundungstour begeben. Ein kurzer Überblick im Zentrum der Stadt musste erstmal reichen, wir haben ja noch die ganze Woche Zeit um uns alles genauer anzusehen. Daher lag unsere Priorität auf einem Glas Wein am Plaza Mayor, ein schöner großer Platz mitten im Herzen der Stadt, wo man dem geschäftigen Treiben zuschauen kann. Weiter ging es dann zum Palace de Real, dem Sitz der spanischen Königsfamilie. Ein wirklich imposanter Bau. Natürlich nicht so alt wie andere Paläste europäischer Herrscher aber doch sehr sehenswert. Ein kleines Kleinod befindet sich direkt im anschließenden Park, ein ägyptischer Tempel. Spanien beteiligte sich massgebend an der Rettung des Abu Simpel Tempels und so wurde der kleine Tempel von Debot der Stadt als Geschenk gemacht. Toll toll toll. Wir werden noch mal zum Sonnenuntergang wieder kommen. Es gibt hier wirklich sehr viele schöne Gebäude die die Stadt zu einem waren Blickfang machen. Für heute sind wir erstmal platt. Aber morgen sind wir wieder Fit. Buenas noches 


"Calle et Plazas" 

Ola da sind wir wieder. Es gibt eine Vielzahl von wunderschönen Plätzen und Straßenzügen in Madrid, auf denen eine Menge berühmter Denkmäler von berühmten Spaniern stehen. Ich stelle mal ein paar vor. 1. Rodrigo Díaz de Vivar "El Cid" Er ist der wohl berühmteste Nationalheld Spaniens und trug im 11 Jh zur Befreiung Kastiliens von den Mauren bei. Ein Ritter wie er im Buche steht. 2. Isabella von Kastilien Die wohl berühmteste Frau Spaniens 1492 eroberte sie die letzte Bastion Granada von den Mauren zurück und befreite so ganz Spanien von der Fremdherrschaft, die Reconquista war vollzogen. Nicht zuletzt schickte sie Columbus noch im selben Jahr auf seine Schicksalhafte Reise, die Spanien zur Weltmacht katapultierte. 3. Columbus Er war zwar kein Spanier aber durch seine Reise spricht heute fast die ganze Neue Welt spanisch. 4. Cervantes Einer der wohl berühmtesten Schriftsteller des 16 Jh. Wer kennt nicht Don Quichote, den Ritter von der traurigen Gestalt, und seinen Treuen Gefährten Sancho Panza.Die Architektur von Madrid Es gibt eigentlich keinen einheitlichen Baustil, aber die Kombination aus Renaissance, Jugendstil, Neoklassizismus und Art Deco, machen es zu einem wunderbaren Gesamtkunstwerk. In der Gran Via, der berühmten Einkaufsstraße, kann man all das entdecken. Das Highlight ist natürlich das Metropolis Gebäude. Morgen werden wir dann die Museen erkunden. In diesem Sinne Buenas noches 


"Buenas Díaz" 

Wie fast in jeder Stadt, widmen wir natürlich auch den Museen ein wenig Zeit. Das Archäologische Nationalmuseum kostet nur 3 Euro Eintritt und ist damit deutlich billiger als ein Glas Bier, bringt aber genauso viel Spaß. Hier kann man alles über Die Geschichte Spaniens erfahren. Besonders die Zeit nach der römischen und vor der maurischen Herrschaft ist besonders interessant. Fast 400 Jahre lang bestand hier das Reich der Westgoten, mit einer einzigartigen Geschichte die es nur hier gibt. Ein wirklich tolles Museum. Das weitaus berühmtere Museum ist natürlich der Prado, der in der ganzen Welt bekannt ist für seine große Ausstellung von Renaissance Künstlern und sich durchaus mit dem Louvre oder den Uffizien messen kann. Um den teuren Eintritt von rund 40 Euro zu umgehen, kann man von 18 bis 20 Uhr umsonst rein. Allerdings ist man mit der Idee auch nicht grad allein und die Schlange zum Eingang war riesig. Also war die bessere Idee, Geld und Zeit in Bier, Wein und Tapas zu investieren. Wir werden Samstag noch mal einen Versuch wagen. Da wollen wir eh noch in ein anderes Museum. Es kommt also keine lange Weile auf. Ich habe das Gefühl das ich noch etwas zum berühmten Fußball Stadion schreiben sollte, ich weiß natürlich das das für alle Fußballfans das absolute Highlight ist. Ich kann dazu nur sagen das einzige Stadion dem ich meinen Respekt entgegenbringe ist das Colosseum in Rom, was auch als Vorlage für alle Stadien dient. (Ich bin eben kein Fußball Fan)Morgen wird es noch mal sehr interessant, bleibt gespannt. 


"Los Reyes de España"

Stand heute auf dem Programm.Ca. 40 km außerhalb von Madrid liegt der mächtige Palast San Lorenzo de Escorial. Einst die Residenz der spanischer Herrscher seit Philipp II im 16 Jh. Jener selbst begann den gigantischen Bau als Hommage an die katholische Kirche. Philipp war überzeugter Katholik und hasste die Reformation. Immer wieder geriet er mit den Reformatorischen Mächten Europas aneinander. Der wohl bekannteste ist der Konflikt mit dem protestantischen England und seiner Königin Elisabeth I, was zum Untergang der so ruhmreichen spanischen Armada führte. Alles im allen gilt auch Philipp als einer der schillernden Gestalten der spanischen Geschichte. Der Palast wurde ursprünglich gar nicht als Residenz konzipiert, sondern als Klosteranlage und somit auch als Grablege der spanischen Könige. Im Pantheon unter der Kirche sind nahezu alle Herrscher Spaniens gegraben. Ein ehrfürchtiger Anblick. Der Bau an sich, ist nicht der schönste der Welt, nur weil etwas groß und martialisch ist, muss es auch nicht grade schön sein. Da gibt es wirklich schönere Paläste. Zum Abschluss haben wir uns noch mal zum Tempel von Debot gemacht, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der morgige Tag steht ganz im Zeichen der Künste. Als dann, bis morgen. 


"Der Meister Kunst"

Den heutigen Tag haben wir ganz der Kunst gewidmet, den Alten und den Neuen Meistern. Madrid ist wohl ein wahres Paradies für Kunstfreunde, es gibt unzählige Museen die sich diesem Thema widmen. Das berühmteste ist natürlich der Prado. Wir waren in der Vergangenheit ja schon in diversen Kunstmuseen unter anderem natürlich auch im Louvre und in den Uffizien in Florenz. Daher war es natürlich ein Muss auch den Prado zu besuchen. Insbesondere sind wir Fans von Albrecht Dürer, und eines seiner berühmten Selbstporträts hängt hier. Das ist schon wirklich toll das mal im Original zu sehen. Es gibt natürlich auch noch viele andere bekannte Maler der Renaissance, im überwiegenden sind es aber alles spanische Maler. Wirklich toll. Da über Kunst zu philosophieren sehr durstig macht, ist es wichtig zwischendurch viel Wein zu trinken Eine wirklich tolle Alternative zum Prado ist das Thyssen Museum, ein Private Sammlung des berühmten Deutschen Stahlfabrikanten. Es liegt praktisch gegenüber. Eine ganz außergewöhnliche Sammlung vom Mittelalter bis zur Moderne. Hier ist wirklich alles Vertreten was man an berühmten Namen schon mal gehört hat. 

Hans Holbein

Caspar David Friedrich 

Paul Gauguin

Claude Monet

Vincent van Gogh

Wassily Kandinsky

Edvard Munch

Salvador Dalí

Pablo Picasso

Ich bin nicht unbedingt ein Freund dieser modernen Kunst, aber auch hier gilt, muss man mal gesehen haben. Der eigentliche Grund des Besuchs war auch das berühmte Porträt von Heinrich dem VIII, gemalt von Hans Holbein. Soviel Kunst muss erstmal verdaut werden und von daher chillen chillen und noch mal chillen. Wie gesagt es gibt noch viele andere Museen, im Reina Sofia, hängt zum Beispiel das berühmte Guernica von Pablo Picasso. Jeder kommt hier auf seine Kosten. Morgen erkunden wir die Parks von denen es auch sehr viele gibt. (Im übrigen ist das Wetter fantastisch)  


"Parks und Gärten" 

Es ist Palmsonntag und auch in Madrid beginnen heute die Vorbereitungen für die Karwoche. Die Stadt ist gerammelt voll. Eine gute Gelegenheit mal die zahlreichen Parks und Gärten zu besuchen um dem hektischen treiben zu entfliehen. Das Wetter war heute auch sehr windig und kalt aber in der Sonne im Park ließ es sich aushalten. Der größte Park ist der Retiro Park, hier kann man wirklich viel Zeit verbringen, in seiner Mitte befindet sich eingroßer See und das riesige Denkmal von König Alfons dem XII. Einst stand hier Schloss von König Philipp dem II, was aber den napoleonischen Kriegen zum Opfer viel. Heute gehört der Park mit dem anschließenden königlichen Garten und großen Prachtstraße vor dem Prado zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben es uns mit Bierchen gemütlich gemacht und den vielen Schildkröten beim sonnenbaden zugeschaut. Übrigens sind viele große Straßen in Madrid und der Zeit von 9.00 bis 16.00 Uhr am Sonntag für Autos gesperrt, was ich für sehr vernünftig halte, man kann wirklich ganz anders durch die Stadt spazieren. Morgen machen wir noch mal ein kleinen Ausflug außerhalb der Stadt, aber dazu morgen mehr. 


"ein bisschen Rom geht immer…"

Ca. 1 Stunde Autofahrt von Madrid entfernt liegt die Stadt Segovia. Berühmt durch seinen imposanten Aquädukt der mitten durch die Stadt verläuft. Ein Meisterwerk römischer Baukunst. Was ist das nur für ein Volk gewesen, das uns so viel hinterlassen hat und von dem wir heute noch so viel profitieren. Ganz ohne Mörtel nur aus riesigen Steinquadern erbaut, schlängelt er sich durch die Stadt und steht nun fast 2000 Jahre ohne sein Funktion eingebüßt zu haben. Erst 1974 beschloss man die Wasserversorgung unterirdisch zu legen. Es ist der zweitgrößte Aquädukt seiner Art und wird nur von dem großen "Pont du Gard" bei Nimes in Südfrankreich überragt. Wir werden uns im Oktober ein Bild davon machen . Toll toll toll ich bin mal wieder hin und weg. Aber die Stadt hat noch viel mehr zu bieten, geprägt durch die zahlreichen Epochen der Geschichte gibt es hier, römische, christliche, maurische und jüdische Einflüsse, die sich in den Bauten wiederfinden. Überragt wird die Skyline durch die mächtige gotische Kathedrale aus der einen Seite und dem gewaltigen Alcazar auf der anderen Seite. Es ist eine der berühmtesten Burgen Spaniens, hier wurde Isabella 1474 zur Königin Kastiliens ausgerufen. Der name Kastilien spricht Bände, ich sollte mich hier niederlassen, hier reiht sich eine Burg neben die andere. Ein sehr sehr geiler Tag geht leider schon zu Ende, aber morgen geht es ja schon weiter, wir wechseln den Standort und fahren zum Herzen des Landes, in die alte Hauptstadt Toledo. Bis morgen aus der Stadt der scharfen Klingen. 


"Kampf mit Windmühlen"

Wer Don Quichote kennt der kennt auch den berühmten Kampf gegen die Windmühlen. Wir sind in Consuegra, hier spielt Cervantes Meisterwerk. Ein wirklich atemberaubender schöner Anblick. Einfach malerisch. Und dann erhebt sich im Anschluss auch noch die mächtige Festung la Muela. Sie stammt schon aus maurischer Zeit und beherrscht weit sichtbar die Landschaft. Unser primäres Ziel war natürlich unser neues Domizil, die Hauptstadt der Region Kastilia la Mancha, Toledo. Die Stadt der scharfen Klingen könntest sie auch nennen. Seid dem frühen Mittelalter ist sie bekannt für ihre hervorragende Schwertschmiedekunst. Auch heute noch sind die Toledo klingen in der ganzen Welt bekannt. 1085 eroberte Alfons VI die Stadt, mit Hilfe des Nationalhelden El Cid, von dem Mauren zurück und machte sie zu seiner Residenz. Ich bin wie schon so oft völlig in meinem Element. Burgen, Ritter und Schwerter sind völlig meine Welt und ich habe das Gefühl hier herzugehören. Wir haben heute Abend erstmal einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht, morgen werden wir sie genauer erkunden. Bleibt gespannt, bis morgen. 


"Semana Santa" 

Die heilige Osterptozession, ist in Spanien tief verwurzelt und es gibt sie fast in jeder Stadt. An alles Tagen in der Karwoche finden sie statt. Die älteste Tradition hat hier in Toledo seinen Ursprung schon seid dem Jahr 1085 als die Stadt von den Mauren befreit wurde. Der katholische Glaube ist in Spanien tief Verankert und es gibt sehr viele Gläubige. Daher ist die Prozession auch kein Touristenspektakel sonder bitterer Ernst. Natürlich wohnen auch viele einheimische dem Umzug durch die Stadt bei. Hier in Toledo sind die Prozessionen immer abends oder Nachts, was dem Ganzen eine mystische Aura verleiht. Wenn die Mönche der einzelnen Bruderschaften, hier gibt es 20 verschiedene, durch die engen Gassen ziehen und sich die nächtliche Luft mit Weihrauch füllt, dann ist das schon ein erhabener Anblick aber auch mitunter beängstigend. Alles ist relativ still und gefasst, die Fackeln erhellen die dunklen Gassen und die Trommeln hört man in der ganzen Stadt. Ziel der Prozession ist es Bilder oder Statuen der Heiligen durch die Straßen zu tragen, überwiegend aber den Leidensweg Jesu darzustellen. Es ist der Weg der Via Dolorosa in Jerusalem von seiner Verurteilung bis zur Kreuzigung. Ich bin schwer beeindruckt. 


"Ein letzter Blick auf Toledo"

Gestern Früh haben wir noch mal die Zeit genutzt und sind in mehreren kleinen Museen gewesen, wie den Tag davor auch schon. 1. Das Tempelritter Museum. Natürlich ist das ein Pflichtbesuch für mich. Tolle kleine Ausstellung über die Templer in Spanien. Nichts was ich noch nicht gesehen oder selbst zu Hause an der Wand hängen habe, aber trotzdem nett. 2. Das Foltermuseum. Die spanische Inquisition spielt eine große Rolle nach der Reconquista. Sie versuchte auf sehr grausame Weise auch den letzten Willen der Mauren zu brechen und das Christentum neu zu etablieren. Von Köpfen, Hängen, Rädern und Vierteilen war alles dabei. 3. Das Hexenmuseum.Geht eigentlich Hand in Hand mit dem Vorangegangenen. Wie überall in Europa des 16 und 17 Jh macht auch Spanien keine Ausnahme in der Hexenverfolgung. Den Rest des Tages haben wir es eher gemütlich angehen lassen, mit Gin Tonic und Aperol lässt es sich in der Sonne gut aushalten. Abends gab es wieder eine Osterprozession, sehr viel größer und aufwendiger als die Vorherigen. Die eher kleinere und düstere am Mittwochabend hat mir besser gefallen.Heute geht es schon wieder in Richtung Heimat, aber wir haben noch den ganzen Tag Zeit. Also noch mal von weitem ein tollen Blick auf die Stadt Toledo werfen, die uns wirklich gut gefallen hat. Auf dem Weg zum Flughafen kann man gar nicht anders, als an mehreren Kastellen anzuhalten. Malerisch liegen sie in der Landschaft dem sie ihren Namen verleihen und zeugen von einer Ruhmreichen Geschichte Spaniens. Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht in eine andere Welt abzutauchen. Ob nun das moderne Leben in Madrid mit seiner Kunst oder die traditionellen Werte im mittelalterlichen Toledo. Beides hatte seinen Reiz. Bis Bald Jacqui und Christian 


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